Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Wegen Urlaub,

 achten Sie bitte

 auf die Seite

 "Aktuell"

Lasertherapie

 

 

Medizinische Laser werden bereits seit ca. 35 Jahren erfolgreich zur Behandlung von Krankheiten des Auges eingesetzt. Die Einführung der Laserbehandlung hat die Behandlung verschiedenster Erkrankungen am Auge revolutioniert.

 

In unserer Praxis kommen der YAG-Laser (Prinzip der Photodisruption) und Argon-Laser (Prinzip der Photokoagulation) für folgenden Behandlungen zum Einsatz:

 

 

 

  • Entfernung des Nachstars durch Yag-Kapsulotomie. 

 Nach einer Operation des grauen Stars kommt es bei etwa 20% der Patienten irgendwann zu einer Trübung im Bereich der Hinterkapsel. Die Hinterkapsel ist ein feines Häutchen, das sich hinter der Kunstlinse im Auge befindet. Man bezeichnet diese Trübung auch als Nachstar (Kapselfibrose). Dem Patienten fällt dies meist durch eine Sehverschlechterung auf.

Bei der Behandlung wird dem Patienten nach Erweiterung der Pupille und lokaler Betäubung durch Tropfen mit dem Laser eine Öffnung in das trübe Häutchen geschnitten, so dass das Licht wieder ungehindert in das Auge fallen kann. Dies ist für den Patienten vollkommen schmerzfrei und dauert nur etwa eine Minute

 

  •  Glaukombehandlung: Vermeidung eines Glaukomanfalls durch YAG-Iridotomie.

Bei Patienten mit Engwinkel-Glaukom oder einer sehr flachen vorderen Augenkammer wird mit dem Laser eine kleine Öffnung in die Regenbogenhaut (Iris) geschnitten. Dadurch wird die Zirkulation des Kammerwassers im Auge auch bei großer Pupille (z. B. im Dunkeln) garantiert. Durch diese einfache und schmerzfreie Behandlung kann ein Glaukomanfall sicher verhindert werden.

 

  •  Netzhaut: Behandlung von Gefäßveränderungen durch Argon Laser.

Gefäßerkrankungen der Netzhaut lassen sich teilweise gut mit dem Laser behandeln. Dies können beispielsweise Veränderungen bei Diabetes mellitus (diabetische Retinopathie, diabetische Makulopathie) oder nach Gefäßverschlüssen (Zentralvenenthrombose, Venenastverschluss etc.) sein.

Wenn es in der Netzhaut zu Durchblutungsstörungen kommt, besteht die Gefahr, dass die Netzhaut neue, schadhafte Blutgefäße bildet, um die Durchblutung in der Netzhaut zu verbessern (Proliferationen). Aus diesen Proliferationen kann es herausbluten (Glaskörperblutung) und im schlechtesten Fall durch Verwachsungen zu Netzhautablösungen bis hin zum Verlust der Sehfähigkeit kommen. Um solche Spätfolgen zu verhindern, wird die äußere Netzhaut mit einem Laser behandelt (koaguliert). Dadurch verbessert sich die Durchblutung im Bereich der übrigen Netzhaut und die Bildung neuer schadhafter Blutgefäße kann häufig gestoppt werden.

Bei der Behandlung setzt der Arzt nach einer örtlichen Betäubung ein spezielles "Kontaktglas" auf das Auge, durch das der Laserstrahl auf die Netzhaut gelenkt wird. Durch die hohe Präzision der heutigen Laser-Technik wird ein sehr genaues Arbeiten bis auf ca. 1/20 mm möglich. Der Laser bewirkt eine kurzfristige Überwärmung des Gewebes auf ca. 80° C, wodurch es innerhalb einiger Tage bis Wochen zur Ausbildung einer Narbe kommt.

 

  •  Netzhautlöcher: Verhinderung von Netzhautablösung (Retinopexie durch Laser).

Bei manchen Menschen kann es zur Ausbildung von Netzhautlöchern oder Netzhautablösungen kommen. Symptome dafür können ein plötzliches Auftreten von schwarzen Flecken vor dem betroffenen Auge (meist in Verbindung mit hellen Lichtblitzen im äußeren Gesichtsfeld) sein. Manchmal verschlechtert sich auch zusätzlich das Sehvermögen und man hat das Gefühl, einen Vorhang vor dem Auge zu sehen. Diese Symptome sollten den Betroffenen immer sofort zu einem Augenarzt oder in eine Augenklinik führen!

Findet sich dann bei der Untersuchung ein Netzhautloch, lässt sich dies häufig mit dem Laser so absichern, dass sich keine Netzhautablösung daraus entwickeln kann. Je früher ein Netzhautschaden erkannt wird, desto geringer ist der Aufwand, diesen Schaden zu beheben.

 

  •  Glaucombehandlung: Argon-Laser-Trabekuloplastik (ALT).

Die ALT wird an einer speziellen Spaltlampe durchgeführt. Nachdem das Auge durch Tropfen oberflächlich betäubt wurde, wird ein spezielles Spiegelchen (Kontaktglas) aufgesetzt. Über ein spezielles Fiberglaskabel wird der Laserstrahl in den Strahlengang der Spaltlampe eingeblendet. Jetzt werden gezielt 80 - 100 winzige, genau dosierte Erhitzungsherde im gesamten Umfang des Trabekelwerkes gesetzt. 

Dies führt zu einer Öffnung der Poren und damit zu einem verbesserten Abfluß des Kammerwassers.Die ALT ist eine außerordentlich sicheres und nebenwirkungsarmes Verfahren zur Senkung des Augeninnendrucks. Sie bewirkt in der Regel eine Drucksenkung von 5-10 mmHg. Der Effekt der ALT ist nicht immer von Dauer, nach 5 Jahren sind jedoch noch 50 % der ursprünglich mit dieser Methode behandelten Glaukompatienten ausreichend reguliert.